Benefizium „St. Georg“ in Hankofen

Die Gedanken, die der Stadtmauerermeister Caspar Haagn aus Straubing zu diesen Plänen entwickelt hat, legte er am 8. Februar 1749 in einem Überschlag fest. Ob und wie diese Vorschläge im einzelnen umgesetzt wurden, ließe sich heute nur durch eine Befundsuntersuchung feststellen. Im wesentlichen dürfte es aber dabei geblieben sein.

Etliche Jahre dauerte es allerdings, bis die Kirche auch eine geschlossene moderne Innenausstattung erhielt. Den Hochaltar hat man noch zu Lebzeiten des 1750 verstorbenen Benefiziaten Buchberger „beischaffen“ lassen. Wie aus einem Schreiben hervorgeht hat ihn der Staubinger Schreiner Lucas Ruisinger hergestellt. Für die Bildhauerarbeiten ersuchte man den aus dem benachbarten Meindling stammenden Künstler Mathias Obermayr, der für das 18. Jahrhundert im hiesigen Raum als der bedeutendste Bildhauer gilt, um ein Kostenangebot. Der Straubinger Maler Franz Felix Hölzl sollte die beiden Altäre „mit gutem Feingold vergoldten, die Altarblätter malen inclusive des Antependium“. Daneben wollte man von Hölzl noch „zwei Bilder in der Körche“ haben.

Auch wenn keine weiteren Unterlagen oder Rechnungen über diesen Vorgang mehr auffindbar sind, haben zweifellos drei bekannte Straubinger Künstler damals für die Ausstattung des Dorfkirchleins in der geistlichen Hofmark Hankofen gearbeitet.