Das Kirchlein zu Mundlfing stellt sich als Rokokobau aus der Zeit um 1730 dar. Eine sehr frühe Gründung dieses Gotteshauses wird jedoch durch die dort entdeckten bajuwarischen Reihengräber bestätigt.
Der Chor mit rundem Schluß und einem Joch ist eingezogen, somit schmäler als das Langhaus, das aus zwei Fensterachsen besteht. Die Tonnenwölbung im Langhaus ist mit Rahmenstuck verziert.
Die Wände des Langhauses erhalten ihre Gliederung durch Pilaster, die nur wenig aus der Mauer hervortreten. Die Fenster sind durch eingezogenen Rundbogenschluß gekennzeichnet. Das Kirchlein ziert ein Dachreiter mit Spitzhelm.
Der Rokokoaltar, der um 1746 entstanden ist, wird von zwei gewundenen Säulen getragen. Das hübsche Altarblatt mit der Darstellung des Patrons St. Martin ist mit der Jahreszahl 1746 bezeichnet. Im Auszugsbild des Altares ist der beliebte Volksheilige Antonius zwischen Putten über dem gekröpften Gesims dargestellt. Zwei wertvolle Rokokogemälde schmücken den Chor. Beide Arbeiten entstanden um 1750.
Nebenkirche „St. Martin“ in Mundling